Die Datenarchivierung verschiebt inaktive Daten in den Langzeitspeicher. Die Daten werden nicht gelöscht, sondern lediglich zwischengespeichert. Aktive Systeme laufen dadurch schneller. Compliance-Abteilungen führen Archive zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Rechtsabteilungen nutzen sie für Beweissicherungsverfahren. Forscher bewahren sie als historische Referenz auf. Das Archiv ist ein Lager, keine Müllhalde.
Die Unterscheidung zwischen Archivierung und Datensicherung ist wichtig. Eine Datensicherung dient der Wiederherstellung. Ein Archiv ist die primäre Kopie von Daten, die nicht mehr aktiv genutzt werden. Beide müssen sicher und auffindbar sein. Archive nutzen oft günstigere, aber langsamere Speichermedien wie Bandlaufwerke, optische Datenträger oder Cloud-Speicher. Der Abruf kann Zeit in Anspruch nehmen, manchmal Stunden. Das ist akzeptabel für Daten, die seit Jahren nicht mehr verwendet wurden. Die Herausforderung besteht darin, zu wissen, was sich im Archiv befindet. Metadaten, Indizierung und Aufbewahrungsfristen sorgen dafür, dass das Archiv nutzbar bleibt. Ein Archiv ohne Index ist wie ein schwarzes Loch. Man weiß, dass die Daten vorhanden sind, kann sie aber nicht finden. Aufbewahrungsrichtlinien legen fest, wie lange die einzelnen Datenkategorien aufbewahrt werden. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden die Daten gelöscht. Alles für immer aufzubewahren ist teuer und riskant. Das Archiv sollte sowohl schrumpfen als auch wachsen können.
Archivierungsüberlegungen
- Aufbewahrungsfrist – wie lange die einzelnen Datentypen aufbewahrt werden
- Speichermedium – Band, optisches Speichermedium oder Cloud-Speicher
- Indexierung – Metadaten, die archivierte Daten auffindbar machen
- Abrufzeit – akzeptable Verzögerung für den Zugriff
- Entsorgung – sichere Löschung nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist
Ein Archiv ist ein Versprechen. Die Daten sind da, wenn man sie braucht. Dieses Versprechen einzuhalten erfordert Planung.
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