Beton besteht hauptsächlich aus Zuschlagstoffen. Sand, Kies und Schotter machen 60 bis 80 Prozent seines Volumens aus. Der Zementleim dient als Bindemittel, die Zuschlagstoffe bilden den Körper. Sie verleihen dem Beton seine Festigkeit, sein Volumen und seine Formstabilität. Ohne Zuschlagstoffe würde der Zementleim schrumpfen und reißen. Mit ihnen wird Beton zu einem dauerhaften Baustoff.
Zuschlagstoffe werden nach ihrer Korngröße klassifiziert. Feiner Zuschlagstoff ist Sand mit einer Korngröße unter 5 Millimetern. Grober Zuschlagstoff ist Kies oder Schotter mit einer Korngröße von 5 bis 40 Millimetern oder mehr. Die Korngrößenverteilung, also die Sieblinie, beeinflusst die Verarbeitbarkeit und Festigkeit. Ein gut abgestuftes Gemisch enthält Partikel, die die Zwischenräume zwischen größeren Partikeln füllen, wodurch die benötigte Zementleimmenge reduziert wird. Das spart Kosten und verbessert die Leistung.
Auch die Art des Zuschlagstoffs ist wichtig. Kalkstein, Granit und Flusskies sind gängige Zuschlagstoffe. Leichtzuschlagstoffe wie Blähschiefer oder Bimsstein reduzieren das Gewicht des Betons. Recycelter Betonzuschlagstoff spart Deponieraum und verringert den Abbau in Steinbrüchen. Manche Zuschlagstoffe reagieren chemisch mit Zement, was zu Ausdehnung und Rissbildung führt. Deshalb ist die Prüfung so wichtig. Der Zuschlagstoff muss sauber, hart und frei von Ton, Schluff und organischen Stoffen sein. Verunreinigter Zuschlagstoff schwächt den Beton.
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