Ein Turbolader nutzt Abgase, um eine Turbine anzutreiben. Die Turbine treibt einen Verdichter an, der mehr Luft in den Motor presst. Mehr Luft bedeutet, dass mehr Kraftstoff verbrannt werden kann, und mehr Kraftstoff bedeutet mehr Leistung. Der Clou dabei ist, dass die Energie aus Abgasen gewonnen wird, die sonst ungenutzt verloren gingen.
Die Turboaufladung hat ihre Wurzeln im frühen 20. Jahrhundert. Alfred Büchi patentierte die Idee 1905. Sie kam im Ersten Weltkrieg bei Flugzeugmotoren und in den 1930er-Jahren bei Diesel-Lkw zum Einsatz. Die Ölkrise von 1973 führte dazu, dass Turbolader in Serienfahrzeugen Einzug hielten, um die Leistung von V8-Motoren aus kleineren Motoren herauszuholen. Frühe Turbolader litten unter einem Turboloch. Moderne Einheiten nutzen Twin-Scroll-Gehäuse, variable Geometrie und elektrische Unterstützung, um schneller anzusprechen.
Warum Turbos jetzt überall zu finden sind
- Kleinere Motoren mit Turbolader erfüllen die Kraftstoffverbrauchsziele.
- Die Leistung entspricht der von größeren Saugmotoren.
- Die Turboaufladung funktioniert gut mit Hybridsystemen.
- Direkteinspritzung und Ladeluftkühlung verbessern den Wirkungsgrad.
Ein Turbolader erreicht Drehzahlen von bis zu 150.000 U/min und glüht unter Last rot. Ölwechsel sind bei Turbomotoren besonders wichtig, da der Turbolader das Motoröl zur Schmierung und Kühlung mitnutzt. Wird ein heißer Turbomotor sofort abgestellt, kann das Öl im Lagergehäuse verbrennen. Eine kurze Abkühlphase oder ein Turbo-Timer helfen. Bei guter Pflege kann ein Turbomotor genauso lange halten wie jeder andere.
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