Wiederkäuer sind Säugetiere, die Pflanzenmaterial in einem mehrkammerigen Magen verdauen. Zu ihnen gehören Rinder, Schafe, Ziegen, Hirsche, Antilopen, Kamele und Giraffen. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist der Pansen, ein großer Gärraum, in dem Mikroorganismen Zellulose aufspalten, die kein Säugetier allein verdauen kann.
Der Prozess verläuft in mehreren Schritten. Die Nahrung wird geschluckt, im Pansen fermentiert, wieder hochgewürgt, erneut gekaut und wieder geschluckt. Dieser Kreislauf ermöglicht es Wiederkäuern, deutlich mehr Energie aus Gras und Heu zu gewinnen als Tiere mit einem einfachen Magen. Der Nachteil ist der Zeitaufwand: Eine Kuh verbringt sechs bis acht Stunden täglich mit dem Wiederkäuen.
Warum sich Landwirte dafür interessieren
- Sie wandeln Gras und Erntereste in Proteine um.
- Sie können auf Flächen weiden, die für den Ackerbau ungeeignet sind.
- Sie produzieren Methan, ein starkes Treibhausgas.
- Ihr Dung ist ein wertvoller Bodenverbesserer.
Die Futterqualität ist entscheidend. Saftiges Weidegras führt zu mehr Milch und weniger Methan als minderwertiges Stroh. Forscher arbeiten an Futterzusätzen, darunter Algen, die die Methanemissionen reduzieren, ohne die Milchproduktion zu beeinträchtigen.
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