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🌅 Auferstehung

Die Auferstehung Christi von den Toten und die zukünftige Auferstehung der Gläubigen.

Auferstehung

Am dritten Tag war das Grab leer. Diese Aussage steht im Zentrum des christlichen Glaubens. Die Auferstehung ist die Auferstehung Jesu von den Toten und damit auch die zukünftige Auferstehung derer, die zu ihm gehören.

Die neutestamentlichen Autoren betonen, dass die Auferstehung ein leibliches Ereignis war. Der auferstandene Jesus konnte berührt und gegessen werden, unterlag aber nicht mehr den gewöhnlichen körperlichen Grenzen. Paulus beschreibt die Auferstehung als die Erstlingsfrucht einer größeren Ernte: Weil Christus auferstanden ist, werden auch diejenigen, die in ihm sterben, bei seiner Wiederkunft auferstehen. Die Hoffnung besteht nicht in der Befreiung vom Leib, sondern in der Erlösung des Leibes, in einem verwandelten körperlichen Dasein in einer erneuerten Schöpfung.

Die jüdische Erwartung einer allgemeinen Auferstehung am Ende der Zeit bildete den Hintergrund, doch die christliche Aussage war einzigartig: Ein Mensch war bereits als Anfang des Endes auferstanden. Die frühe Predigt behandelte die Auferstehung sowohl als historische Tatsache als auch als theologischen Dreh- und Angelpunkt. Ohne sie, so Paulus, sei der Glaube sinnlos und die Predigt leer.

Künstlerische und liturgische Traditionen haben diesen Moment lange Zeit in Erinnerung behalten – die Frauen am Grab, die Erscheinung vor Maria Magdalena, das Mahl in Emmaus. Das Glaubensbekenntnis stellt lediglich die Tatsache fest und geht dann auf deren Konsequenz ein: das Leben in der zukünftigen Welt.

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