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🔺 Bedürfnishierarchie

Maslows Pyramide der menschlichen Bedürfnisse, beginnend an der Basis mit den physiologischen Bedürfnissen.

Bedürfnishierarchie

Abraham Maslows Bedürfnishierarchie ordnet die menschlichen Motive in einer Pyramide an. Physiologische Bedürfnisse bilden die Basis; darauf folgen Sicherheitsbedürfnisse; dann Zugehörigkeit und Liebe; dann Wertschätzung; und an der Spitze die Selbstverwirklichung – die Entfaltung des eigenen Potenzials.

Maslow ging davon aus, dass die Grundbedürfnisse ausreichend befriedigt sein müssen, bevor höhere Bedürfnisse zu starken Motivatoren werden. Ein hungernder Mensch ist nicht primär an Anerkennung oder Kreativität interessiert. Sobald die Grundbedürfnisse erfüllt sind, richtet sich die Aufmerksamkeit nach oben. Selbstverwirklichung ist gekennzeichnet durch Akzeptanz, Spontaneität, Kreativität und die Auseinandersetzung mit Problemen außerhalb des Selbst. Spätere Versionen der Bedürfnispyramide umfassen mitunter kognitive Bedürfnisse, ästhetische Bedürfnisse und das Streben nach Transzendenz.

Das Modell ist eher ein Denkrahmen als ein striktes empirisches Gesetz. Menschen verfolgen mitunter höhere Bedürfnisse, selbst wenn ihre grundlegenden Bedürfnisse nicht befriedigt sind, und Kulturen unterscheiden sich in der Gewichtung, die sie der individuellen Selbstverwirklichung im Vergleich zur Zugehörigkeit zur Gemeinschaft beimessen. Dennoch zählt die Bedürfnishierarchie nach wie vor zu den am weitesten verbreiteten Konzepten der Motivationsforschung und beeinflusst weiterhin Bildung, Management und Beratung.

Maslows Pyramide legt nahe, dass die menschliche Motivation mehrschichtig ist und die höchste Schicht erst dann sichtbar wird, wenn die Grundlagen gesichert sind.

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