Ein Medikament ist eine Substanz, die zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt wird. Der Begriff ist weit gefasst. Er umfasst verschreibungspflichtige Arzneimittel, rezeptfreie Produkte und Nahrungsergänzungsmittel mit gesundheitsbezogenen Angaben. Dazu gehören Tabletten, Flüssigkeiten, Injektionen, Pflaster und Inhalatoren. Was sie alle eint, ist ihr Zweck: Sie werden eingenommen, um einen gesundheitlichen Effekt zu erzielen, sei es die Senkung des Blutdrucks, die Abtötung von Bakterien oder die Linderung von Schmerzen.
Medikamente wirken auf unterschiedliche Weise. Manche ersetzen fehlende Stoffe im Körper, wie Insulin oder Schilddrüsenhormone. Andere blockieren schädliche Prozesse, beispielsweise Betablocker, die den Herzschlag verlangsamen. Manche töten oder hemmen Krankheitserreger, wie Antibiotika und Virostatika. Einige modulieren das Immunsystem, wie Impfstoffe und Biologika. Dasselbe Medikament kann je nach Dosis, Verabreichungsweg und Patient unterschiedliche Wirkungen haben. Alter, Gewicht, Nieren- und Leberfunktion sowie die genetische Veranlagung beeinflussen die individuelle Reaktion auf Medikamente.
Eine sichere Medikamentenanwendung beinhaltet:
- Richtiges Medikament. Das richtige Medikament für die Erkrankung.
- Richtige Dosis. Die richtige Menge im richtigen Intervall.
- Richtiger Weg. Die korrekte Verabreichungsmethode.
- Richtiger Zeitpunkt. Der richtige Zeitplan.
- Richtiger Patient. Die richtige Person.
Diese fünf Rechte sind ein Eckpfeiler der Krankenpflege und der pharmazeutischen Praxis. Medikationsfehler passieren, wenn eines dieser Rechte missachtet wird.
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