Mehr als die Hälfte des weltweit verzehrten Fisches stammt mittlerweile aus Aquakulturen und nicht aus Wildfängen. Aquakultur ist die kontrollierte Zucht von Wassertieren und -pflanzen – Fischen, Schalentieren, Krebstieren und Algen – in Teichen, Käfigen, Becken oder Küstengewässern.
Die Techniken reichen von großflächigen Teichsystemen mit minimalem Ressourceneinsatz bis hin zu intensiven Kreislaufanlagen, die das Wasser filtern und wiederverwenden. Lachs, Garnelen, Tilapia und Austern dominieren die Produktion. Die richtige Standortwahl, das Fütterungsmanagement und die Krankheitsbekämpfung entscheiden über wirtschaftlichen Erfolg und Umweltverträglichkeit.
Gut geführte Betriebe können den Druck auf Wildbestände verringern und Proteine mit vergleichsweise geringen Treibhausgasemissionen liefern. Schlecht geführte Betriebe bergen hingegen Risiken wie Umweltverschmutzung, Lebensraumzerstörung und das Entweichen nicht-heimischer Arten. Zertifizierungssysteme und verbesserte Vorschriften sollen die Standards im Zuge des weiteren Wachstums des Sektors anheben.
- Zucht von Wasserorganismen zur Nahrungsmittelgewinnung
- Beinhaltet Fisch, Schalentiere und Algen.
- Die Bandbreite reicht von umfangreichen bis hin zu intensiven Systemen.
- Kann bei guter Bewirtschaftung den Druck auf die Wildfischerei verringern.
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