Ein Gletscher ist eine große Eismasse, die sich langsam über Land bewegt. Er entsteht dort, wo sich Schnee schneller ansammelt, als er schmilzt. Über Jahre hinweg verdichtet sich der Schnee zu dichtem Eis. Sobald das Eis dick genug ist, zieht die Schwerkraft es talwärts. Ein Gletscher kann sich einige Zentimeter oder mehrere Meter pro Tag bewegen. Er wirkt statisch. Ist er aber nicht.
Gletscher prägen Landschaften. Sie formen Täler, zermahlen Gestein zu Staub und lagern Geröll ab. Viele Gebirgstäler verdanken ihre U-Form Gletschern, die längst geschmolzen sind. Gletscher speichern Wasser. In den Anden, im Himalaya und in den Alpen speisen sie Flüsse, die Milliarden von Menschen mit Trinkwasser und Bewässerung versorgen.
Die meisten Gletscher schmelzen. Die globale Erwärmung hat den Eisverlust beschleunigt. Die grönländischen und antarktischen Eisschilde verlieren an Masse, was den Meeresspiegel ansteigen lässt. Die Gebirgsgletscher in den Alpen könnten bis 2100 weitgehend verschwunden sein. Dieser Verlust bedroht die Wasserversorgung, die Wasserkraft und den Tourismus. Einige Gemeinden sind für ihr Überleben auf das Schmelzwasser der Gletscher angewiesen.
Hauptmerkmale
- Akkumulations- und Ablationszonen
- Gletscherspalten
- Moränen
- Schmelzwasserbäche
- Eisschilde vs. Alpengletscher
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