Korallenriffe werden von winzigen Tieren, den Polypen, gebildet. Jeder Polyp scheidet ein Skelett aus Kalziumkarbonat aus. Über Jahrtausende türmen sich diese Skelette zu Strukturen auf, die sogar aus dem Weltraum sichtbar sind. Das Great Barrier Reef erstreckt sich über 2.300 Kilometer. Riffe bedecken weniger als ein Prozent des Meeresbodens, bieten aber Lebensraum für etwa ein Viertel aller Meeresarten.
Korallen leben in Symbiose mit Algen, den sogenannten Zooxanthellen. Die Algen versorgen die Korallen durch Photosynthese mit Nahrung und verleihen ihnen ihre Farbe. Wenn das Wasser zu warm wird, stoßen die Korallen die Algen ab und werden weiß. Diesen Vorgang nennt man Korallenbleiche. Eine gebleichte Koralle ist nicht tot, sondern leidet unter Nährstoffmangel. Bleiben die Temperaturen hoch, stirbt sie.
Die Korallenriffe sind in Gefahr. Seit 1998 kommt es am Great Barrier Reef immer wieder zu massiven Korallenbleichen. Verschmutzung, Überfischung und die Versauerung der Ozeane verschärfen die Situation zusätzlich. Wissenschaftler schätzen, dass in den letzten 30 Jahren die Hälfte der weltweiten Korallenbestände verloren gegangen ist. Restaurierungsprojekte setzen Korallenfragmente ein und züchten hitzetolerante Korallenarten, doch ohne eine Reduzierung der Emissionen können sie den Verlust nicht aufhalten.
Wichtigste Bedrohungen
- Erwärmung der Ozeane
- Ozeanversauerung
- Verschmutzung und Oberflächenabfluss
- Überfischung
- Küstenentwicklung
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