Die Grundlast ist der Mindeststrombedarf. Sie bezeichnet die minimale Strommenge, die ein Stromnetz rund um die Uhr, Tag und Nacht, Sommer wie Winter benötigt. Krankenhäuser, Kühlschränke, Rechenzentren und Straßenlaternen verbrauchen permanent Strom, unabhängig von der Umgebung. Dieses gleichmäßige Summen ist die Grundlast.
Energieversorger planen sorgfältig. Sie schließen langfristige Verträge mit Kraftwerken ab, die kontinuierlich laufen: Kernkraftwerke, Kohlekraftwerke, große Wasserkraftwerke und Gas- und Dampfkraftwerke. Diese Kraftwerke benötigen Stunden oder Tage zum Hoch- und Herunterfahren ihrer Leistung und eignen sich daher für eine gleichmäßige Stromerzeugung. Zudem produzieren sie bei Volllast den günstigsten Strom pro Einheit.
Das Konzept wandelt sich. Mit dem Ausbau von Solar- und Windenergie in den Stromnetzen verändert sich die Nachfragekurve. Die Spitzenlasten am Mittag flacht ab, die am Abend treten stärker hervor. Einige Analysten argumentieren, dass die Grundlast an Bedeutung verliert und durch flexible Erzeugung und Speicherung ersetzt wird. Andere halten eine stabile Grundlage weiterhin für notwendig. Im Kern geht es in der Debatte darum, wie die Stromversorgung sichergestellt werden kann, wenn der Wind nachlässt und die Sonne untergeht.
Gemeinsame Grundlastquellen
- Kernenergie
- Kohlekraftwerke
- Große Wasserkraftwerke
- Kombikraftwerk Erdgas
- Geothermalkraftwerke
Comments
No comments yet. Be the first to share a thought.
Leave a comment