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🏛️ Stütze

Ein senkrechtes Tragglied, das Lasten nach unten weiterleitet.

Stütze

Eine Säule ist ein vertikales Bauteil, das Lasten nach unten ableitet. Sie trägt das Gewicht von Balken, Decken und Dächern zum Fundament. Ihre Hauptbeanspruchung besteht in der Druckbelastung. Eine kurze, dicke Säule bricht zusammen. Eine hohe, schlanke Säule knickt ein. Das Verhältnis von Länge, Form und Material bestimmt ihre Tragfähigkeit. Säulen gehören zu den ältesten Bauelementen. Die Griechen meißelten sie aus Stein. Die Römer verfeinerten ihre Proportionen. Moderne Ingenieure fertigen sie aus Stahl und Stahlbeton.

Säulen gibt es in vielen Ausführungen. Stahlsäulen haben oft ein I-Profil oder sind Hohlrohre. Betonsäulen sind mit Bewehrungsstahl verstärkt und können vor Ort gegossen oder vorgefertigt werden. Holzsäulen kommen im Leichtbau zum Einsatz. Verbundsäulen bestehen aus Stahl und Beton. Die Säule kann sichtbar oder in einer Wand verborgen sein. In manchen Gebäuden werden Säulen bewusst in Szene gesetzt, in anderen sind sie unsichtbar.

Verbindungen sind entscheidend. Eine Stütze muss ihre Last auf das Fundament übertragen und die Lasten von darüberliegenden Balken und Decken aufnehmen. Eine mangelhaft ausgeführte Verbindung kann versagen, insbesondere unter seismischer oder Windlast. In Erdbebengebieten müssen Stützen so ausgelegt sein, dass sie sich biegen können, ohne zu brechen, und die Verbindungen müssen fester sein als die Bauteile selbst. Die Stütze an sich ist ein einfaches Konzept. Die Statik dahinter ist es nicht.

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