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🚫 Geldwäschebekämpfung

Gesetze und Verfahren, die verhindern, dass Kriminelle illegale Gelder tarnen.

Geldwäschebekämpfung

Kriminelle, die durch Drogenhandel, Betrug oder Korruption Geld verdienen, müssen dessen Herkunft verschleiern. Die Bekämpfung der Geldwäsche (Anti-Geldwäsche, AML) umfasst Gesetze und Verfahren, die genau dies verhindern sollen. Banken spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie müssen die Identität ihrer Kunden überprüfen, Transaktionen auf verdächtige Muster überwachen und jeden Verdacht auf Geldwäsche den Behörden melden.

Der Prozess umfasst drei Phasen. Bei der ersten Phase wird illegales Geld in das Finanzsystem eingeschleust, häufig durch kleine Einlagen oder bargeldintensive Geschäfte. Die zweite Phase, die sogenannte Verschleierung, führt das Geld durch komplexe Transaktionen, um seine Herkunft zu verschleiern. Schließlich wird es, scheinbar legal, wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt, oft über Immobilien, Luxusgüter oder Briefkastenfirmen.

Banken setzen verschiedene Instrumente ein, um dem entgegenzuwirken. Die „Know Your Customer“-Regeln (KYC) erfordern eine Identitätsprüfung und fortlaufende Überwachung. Meldungen über verdächtige Aktivitäten werden an das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) in den USA weitergeleitet. Software zur Transaktionsüberwachung erkennt ungewöhnliche Muster, wie beispielsweise hohe Bareinzahlungen oder schnelle Überweisungen zwischen Konten. Hochrisikokunden unterliegen verstärkten Sorgfaltsprüfungen.

Die Einhaltung der Geldwäschebestimmungen ist kostspielig. Banken investieren Milliarden in Systeme, Personal und Bußgelder. Die Strafen für Verstöße können empfindlich sein. HSBC zahlte 2012 1,9 Milliarden US-Dollar. Die Danske Bank zahlte 2022 über 2 Milliarden US-Dollar. Die Kosten von Fehlern sind weitaus höher als die Kosten für die Einhaltung der Bestimmungen.

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