Ein Stoßfänger ist eine Schutzleiste an der Vorder- oder Rückseite eines Fahrzeugs. Er dämpft die Aufprallenergie bei Kollisionen mit niedriger Geschwindigkeit und schützt Karosserie, Scheinwerfer und Sicherheitssysteme vor Beschädigungen. Moderne Stoßfänger sind nicht mehr die verchromten Leisten der 1950er-Jahre. Sie bestehen aus komplexen Konstruktionen mit Kunststoffabdeckungen, Schaumstoff-Energieabsorbern und Verstärkungen aus Stahl oder Aluminium.
Die Konstruktion ist reglementiert. In den USA schreibt der Bundesstandard für Fahrzeugsicherheit (Federal Motor Vehicle Safety Standard 581) vor, dass Stoßfänger einem Aufprall mit 4 km/h (2,5 mph) ohne Beschädigung der Sicherheitssysteme und einem Aufprall mit 8 km/h (5 mph) ohne Beschädigung der Karosserie standhalten müssen. Die europäischen Vorschriften sind ähnlich. Ziel ist es, die Reparaturkosten niedrig zu halten und zu verhindern, dass Airbags oder Warnleuchten durch kleinere Kollisionen ausfallen.
Auch Stoßfänger beeinflussen die Sicherheit von Fußgängern. Der vordere Stoßfänger ist so geformt, dass er das Verletzungsrisiko bei einem Zusammenstoß verringert. Weichere Materialien und ein niedrigeres Profil tragen dazu bei. Einige Fahrzeuge verfügen über eine aktive Motorhaube, die sich beim Aufprall leicht anhebt, um den Kopf des Fußgängers abzufedern.
Die Reparatur einer Stoßstange ist Routine. Ein Kratzer auf dem Parkplatz erfordert oft nur einen neuen Anstrich. Ein heftigerer Aufprall kann die Abdeckung beschädigen, den Stoßdämpfer verformen oder die Verstärkung verbiegen. Karosseriewerkstätten tauschen die beschädigten Teile aus und lackieren sie passend. Es ist zwar nicht glamourös, aber es sorgt dafür, dass Autos wieder auf der Straße fahren können.
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