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🎈 Airbag

Ein aufblasbares Kissen, das bei einem Unfall auslöst, um die Insassen zu schützen.

Airbag

Bei einem Frontalaufprall kommt ein Auto in etwa 100 Millisekunden zum Stehen. Die Insassen bleiben in Bewegung. Ein Airbag entfaltet sich in 30 Millisekunden – schneller als ein Wimpernschlag –, um diese Bewegung abzufedern. Es handelt sich um einen Nylonsack, der im Lenkrad, Armaturenbrett, Sitz oder Dachreling gefaltet ist und sich aufbläht, sobald Sensoren eine plötzliche Verzögerung erfassen.

Die chemische Reaktion ist heftig. Eine kleine Sprengladung entzündet einen Festtreibstoff, meist Natriumazid oder eine ähnliche Verbindung, wodurch ein Stickstoffstoß entsteht. Der Sack bläht sich auf seine volle Größe auf und entweicht dann sofort durch Löcher im Stoff. Der gesamte Vorgang dauert nur einen Bruchteil einer Sekunde. Der Fahrer prallt gegen den sich entleerenden Sack, wodurch die Energie absorbiert wird, anstatt ihn zurückzuschleudern.

Airbags sind zusätzliche Rückhaltesysteme. Sie funktionieren zusammen mit Sicherheitsgurten, nicht anstelle von ihnen. Ein nicht angeschnallter Insasse kann unter den Airbag rutschen oder im falschen Winkel hineingeschleudert werden. Kinder unter 13 Jahren sollten auf dem Rücksitz sitzen, da ein Frontairbag sie schwer verletzen kann. Seitenairbags, Kopfairbags und Knieairbags bieten zusätzlichen Schutz bei verschiedenen Unfallarten.

Die fehlerhaften Airbag-Gasgeneratoren von Takata lösten den größten Rückruf in der Geschichte der Automobilindustrie aus, von dem zig Millionen Fahrzeuge betroffen waren. Die Lehre daraus war eindeutig: Ein Sicherheitsbauteil, das versagt, kann gefährlicher sein als gar keins.

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