Nach dem Dreschen enthält das Getreide noch Spreu und Staub. Durch das Worfeln werden die schweren Körner mithilfe von Luftbewegung von den leichten Verunreinigungen getrennt. Wirft man das Gemisch in den Wind, wird die Spreu weggeblasen, während die Körner senkrecht nach unten fallen.
Diese Technik ist älter als die schriftliche Geschichte. Bauern benutzten Körbe, Gabeln oder einfach ihre Hände. Heute erledigen mechanische Worfelmaschinen und Mähdrescher die Arbeit mit Ventilatoren und Sieben, aber das Prinzip bleibt dasselbe: Dichte und Luftstrom sortieren das Gemisch.
Traditionelle Worfelwerkzeuge
- Gewebte Körbe zum Ausstreuen von Getreide
- Holzgabeln zum Anheben von Stroh
- Worfel mit flachen Rändern
- Natürlicher Wind oder Handfächer
Richtig durchgeführt, liefert das Worfeln sauberes Getreide, das direkt gelagert oder gemahlen werden kann. Falsch durchgeführt, bleibt Spreu zurück, die Insekten und Schimmel anzieht. Bauern beurteilen den Wind und passen ihre Wurftechnik entsprechend an – eine Fertigkeit, die sie durch Übung erlernen.
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