Gräbt man tief genug, ist der Boden nicht mehr trocken. Der Grundwasserspiegel markiert die Obergrenze, ab der Boden und Gestein vollständig mit Grundwasser gesättigt sind. Er steigt nach Starkregen und sinkt bei Dürre. Mancherorts liegt er nur einen Meter unter der Oberfläche, anderswo Hunderte von Metern.
Landwirte kümmern sich darum, weil Wurzeln neben Wasser auch Sauerstoff benötigen. Ein zu hoher Grundwasserspiegel führt zu Überschwemmungen der Ernte und erfordert Entwässerung. Ein zu niedriger Grundwasserspiegel lässt Brunnen austrocknen und macht tieferes Bohren notwendig. Beide Zustände haben wirtschaftliche Folgen.
Was beeinflusst den Grundwasserspiegel?
- Aufladung durch Regen und Schneeschmelze
- Pumpen für Bewässerung oder Trinkwasser
- Landnutzung und Bodendurchlässigkeit
- Nähe zu Flüssen und Seen
Übermäßige Grundwasserentnahme ist ein weit verbreitetes Problem. Wenn die Entnahme die Neubildung übersteigt, sinkt der Grundwasserspiegel, Bäche trocknen aus und der Boden kann absinken. Das Gleichgewicht zwischen Nutzung und Neubildung zu wahren, ist eine der langfristigen Herausforderungen der Landwirtschaft.
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