Ein Wurzelknöllchen ist eine kleine Verdickung an den Wurzeln von Hülsenfrüchten und einigen anderen Pflanzen, die entsteht, wenn sich stickstofffixierende Bakterien im Pflanzengewebe ansiedeln. Das Knöllchen ist eine lebende Stickstofffabrik: Die Bakterien wandeln atmosphärischen Stickstoff in Ammoniak um, und die Pflanze versorgt sie mit Zucker und einem geschützten Umfeld.
Knöllchen bilden sich nur, wenn die Pflanze Stickstoff benötigt und die passenden Bakterien im Boden vorhanden sind. Die Pflanze setzt chemische Signale frei, die kompatible Bakterienstämme anlocken. Diese dringen über die Wurzelhaare ein und regen die Zellteilung an. Der gesamte Prozess dauert einige Wochen. Ist der Stickstoffgehalt im Boden bereits hoch, kann die Pflanze die Knöllchenbildung ganz auslassen, da diese Symbiose Energie kostet.
Lesen eines Knotens
- Rosa oder rotes Inneres: aktive Stickstofffixierung
- Weißes oder grünes Interieur: inaktiv oder unwirksam
- Große, gruppierte Knötchen: gesunde Symbiose
- Fehlende Knöllchen: falsche Bakterien oder ausreichend Stickstoff im Boden
Landwirte graben manchmal mitten in der Vegetationsperiode Leguminosen aus, um die Knöllchenbildung zu überprüfen. Fehlen die Knöllchen oder sind sie blass, kann sich die Impfung der nächsten Leguminosenkultur lohnen.
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