Hydroponik ermöglicht den Pflanzenanbau ohne Erde. Die Wurzeln befinden sich in einer Nährlösung oder in einem inerten Substrat wie Steinwolle, Perlit oder Blähton, das regelmäßig mit Nährlösung durchflutet wird. Die Pflanze erhält genau das, was sie braucht, wann immer sie es braucht.
Die Idee ist nicht neu. Sowohl die Hängenden Gärten von Babylon als auch die Chinampas der Azteken nutzten wasserbasierte Anbaumethoden. Die moderne Hydrokultur entwickelte sich aus Experimenten von Wilhelm Knop und Julius von Sachs im 19. Jahrhundert, die die exakten Nährstofflösungen ermittelten, die Pflanzen benötigen. Kommerzielle Systeme setzten sich nach dem Zweiten Weltkrieg durch und liefern heute ganzjährig Salat, Tomaten und Kräuter für Supermärkte.
Gemeinsame Systeme
- Nährstofffilmtechnik: Ein flacher Nährlösungsstrahl über die freiliegenden Wurzeln
- Tiefwasserkultur: Wurzeln in belüfteter Lösung suspendiert
- Tropf- und Ebbe-Flut-System: Die Lösung wird einem Medium zeitgesteuert zugeführt.
- Aeroponik: Wurzeln werden mit Nährlösung besprüht
Hydroponik benötigt deutlich weniger Wasser als der Anbau in Erde und vermeidet bodenbürtige Krankheiten. Der Haken sind die Kosten. Pumpen, Beleuchtung und Klimatisierung summieren sich, und ein Stromausfall kann die Ernte innerhalb weniger Stunden vernichten.
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