Jedes Ereignis, jeder Gegenstand oder jede Situation, die bei einem Organismus eine Reaktion auslöst, gilt als Reiz. In der psychologischen Forschung wird der Begriff funktional durch seine Wirkung auf Verhalten oder Erleben definiert.
Reize können extern oder intern, einfach oder komplex, neutral oder bereits bedeutungstragend sein. Bei der Konditionierung erlangen Reize durch Assoziation neue Bedeutung. In der Wahrnehmung liefern Reize die Energie, die von den Sinnesorganen umgewandelt wird. Diskriminative Reize signalisieren, wann ein bestimmtes Verhalten wahrscheinlich verstärkt wird.
Die Kontrolle von Reizen ist eine grundlegende experimentelle Strategie: Man präsentiert, entzieht oder variiert sie und beobachtet die Folgen für Verhalten und Physiologie. Im Alltag liefert die Umwelt ständig Reize, die Aufmerksamkeit, Emotionen und Handlungen beeinflussen. Zu verstehen, welche Reize ein Verhalten steuern, ist oft der Schlüssel zu dessen Veränderung.
- Ereignis oder Objekt, das eine Reaktion hervorruft
- Definiert durch seine funktionale Wirkung
- Zentral für Konditionierung und Wahrnehmung
- Kann manipuliert werden, um das Verhalten zu untersuchen und zu verändern
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