EN - FR - DE - ES - IT - PT -

LexiconDream

📏 Kategorischer Imperativ

Kants ethisches Prinzip der Universalisierbarkeit.

Kategorischer Imperativ

Immanuel Kant war der Ansicht, dass Moral nicht von Wünschen oder zufälligen Nützlichkeiten abhängen dürfe. Sie müsse unabhängig von Wünschen oder Folgen verbindlich sein. Der kategorische Imperativ ist seine Bezeichnung für das oberste Prinzip der Moral und existiert in verschiedenen Formulierungen. Die bekannteste lautet: Handle nur nach derjenigen Maxime, von der du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz sei. Prüfe deine Handlungsgründe, indem du dich fragst, ob jeder danach handeln könnte.

Kant stellte kategorische Imperative hypothetischen Imperativen gegenüber. Ein hypothetischer Imperativ gibt vor, was zu tun ist, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen: Wer gesund sein will, soll Sport treiben. Ein kategorischer Imperativ hingegen gebietet bedingungslos. Die zweite Formulierung besagt: Behandle die Menschheit, sowohl dich selbst als auch andere, stets als Zweck an sich, niemals bloß als Mittel zum Zweck. Die dritte spricht von einem Reich der Zwecke, in dem vernunftbegabte Wesen gemeinsam moralische Gesetze erlassen. Kant glaubte, dass diese Formulierungen dasselbe Prinzip ausdrücken. Lügen, Betrügen und Versprechenbrechen bestehen den Test der Verallgemeinerbarkeit nicht, denn eine Welt, in der jeder so handelte, würde genau jene Praktiken untergraben, auf denen sie beruhen.

Kants Formulierungen

Der kategorische Imperativ bildet die Grundlage der deontologischen Ethik, die besagt, dass manche Handlungen unabhängig von ihren Folgen falsch sind.

Comments

No comments yet. Be the first to share a thought.

Leave a comment