Die Pharmakokinetik beschreibt, was der Körper mit einem Arzneimittel macht. Die Pharmakodynamik hingegen beschreibt, was das Arzneimittel im Körper bewirkt. Sie untersucht den Zusammenhang zwischen Arzneimittelkonzentration und -wirkung, die Wirkmechanismen von Arzneimitteln und die Faktoren, die deren Wirkung beeinflussen. Bindet ein Arzneimittel an einen Rezeptor und löst ein Signal aus, so fällt dies unter Pharmakodynamik. Blockiert es ein Enzym oder öffnet es einen Ionenkanal, so fällt auch dies unter Pharmakodynamik.
In der Pharmakologie werden Arzneimittel anhand ihrer Wirkstärke und Wirksamkeit beschrieben. Die Wirkstärke bezeichnet die Menge eines Arzneimittels, die für eine bestimmte Wirkung erforderlich ist. Die Wirksamkeit beschreibt die maximale Wirkung, die ein Arzneimittel erzielen kann. Ein Arzneimittel kann potent sein, aber eine geringe Wirksamkeit aufweisen oder weniger potent, aber hochwirksam. Agonisten aktivieren Rezeptoren, Antagonisten blockieren sie. Partielle Agonisten können je nach Kontext beides bewirken. Der therapeutische Index, das Verhältnis von toxischer zu wirksamer Dosis, ist ein pharmakodynamisches Konzept. Ebenso die Toleranz, die bei wiederholter Anwendung auftretende verminderte Wirkung.
Schlüsselkonzepte:
- Rezeptoren. Proteine, an die Medikamente binden, um Wirkungen hervorzurufen.
- Agonist. Ein Medikament, das einen Rezeptor aktiviert.
- Antagonist. Ein Medikament, das einen Rezeptor blockiert.
- Potenz. Die für eine Wirkung benötigte Wirkstoffmenge.
- Wirksamkeit. Die maximale Wirkung, die ein Arzneimittel erzielen kann.
Pharmakodynamik und Pharmakokinetik bestimmen gemeinsam die Dosis-Wirkungs-Beziehung, die die Dosierungsentscheidungen in der klinischen Praxis leitet.
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