Medizin ist zweierlei zugleich. Sie ist die Wissenschaft und Praxis der Diagnose, Behandlung und Prävention von Krankheiten. Sie umfasst auch die dafür verwendeten Substanzen, wobei sich der Begriff in diesem Sinne mit Medikamenten und Arzneimitteln überschneidet. Die Unterscheidung liegt hauptsächlich im Kontext. Ein Arzt praktiziert Medizin. Ein Patient nimmt Medikamente. Derselbe Begriff deckt beides ab.
Das Gebiet hat sich im letzten Jahrhundert enorm verändert. Antibiotika machten Infektionen von tödlichen Krankheiten zu lästigen Unannehmlichkeiten. Impfungen rotteten die Pocken aus und brachten die Kinderlähmung an den Rand des Aussterbens. Chemotherapie, Immuntherapie und zielgerichtete Therapien haben die Überlebenszeit bei vielen Krebsarten verlängert. Chronische Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck werden heute mit Medikamenten behandelt, die den Patienten ein nahezu normales Leben ermöglichen. Chirurgie, Bildgebung und molekulare Diagnostik haben die Möglichkeiten der Ärzte grundlegend verändert. Gleichzeitig bleibt der Zugang zur Gesundheitsversorgung ungleich verteilt, und die Arzneimittelpreise sind ein ständiger Streitpunkt.
Zu den Bereichen der Medizin gehören:
- Innere Medizin. Erwachsenenmedizin, oft in Krankenhäusern oder Kliniken.
- Pädiatrie. Versorgung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen.
- Chirurgie. Operative Behandlung von Krankheiten und Verletzungen.
- Psychiatrie. Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen.
- Öffentliche Gesundheit. Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung auf Bevölkerungsebene.
Die evidenzbasierte Medizin, die die besten verfügbaren Forschungsergebnisse mit klinischer Expertise und den Werten der Patienten verbindet, ist der vorherrschende Rahmen in der modernen Praxis.
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