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Akquisition

In der klassischen Konditionierung bezeichnet die Akquisitionsphase den Moment, in dem ein neutraler Reiz erstmals mit einem unkonditionierten Reiz verknüpft wird. Der Hund hört das Metronom und erhält anschließend Futter. Nach genügend Wiederholungen löst das Metronom allein den Speichelfluss aus. Diese schrittweise Verstärkung der Verknüpfung ist die Akquisition.

Der Prozess verläuft nicht unmittelbar. Anfängliche Versuche führen zu geringen Veränderungen. Dann verstärkt sich die konditionierte Reaktion, oft entlang einer negativ beschleunigten Kurve. Der Zeitpunkt ist entscheidend: Der neutrale Reiz muss dem unkonditionierten Reiz in der Regel kurz vorausgehen. Unmittelbare zeitliche Nähe reicht nicht aus; der Organismus muss den ersten Reiz auch als zuverlässigen Prädiktor behandeln.

Der Erwerb einer konditionierten Reaktion lässt sich anhand ihrer Stärke oder Häufigkeit messen. Sobald die Assoziation etabliert ist, führen weitere Paarungen nur noch zu geringen Verstärkungen. Die Extinktion beginnt, wenn der konditionierte Reiz allein präsentiert wird und die Reaktion schwächer wird.

Der gleiche Begriff taucht auch bei der operanten Konditionierung für die frühe Stärkung eines Verhaltens durch Verstärkung auf, allerdings unterscheiden sich die Mechanismen.

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