Ein Malapropismus ist die irrtümliche Verwendung eines Wortes anstelle eines ähnlich klingenden, was einen unsinnigen oder unbeabsichtigt komischen Effekt erzeugt. Der Fehler betrifft meist ein gehobenes oder formelles Wort.
Der Begriff stammt von Mrs. Malaprop aus Sheridans Theaterstück „Die Rivalen“, die „so eigensinnig wie eine Allegorie am Nilufer“ sagt, wenn sie „Alligator“ meint. Figuren, die sich eine gehobene Sprache wünschen, aber nicht über den entsprechenden Wortschatz verfügen, verfallen oft in Malapropismen. Dieses Stilmittel ist ein fester Bestandteil komischer Texte und dient der Charakterisierung durch sprachliche Anmaßung.
Malapropismen kommen im Alltag häufig vor, sowohl in der gesprochenen Sprache als auch gelegentlich in Texten. Sie unterscheiden sich von bloßen Aussprachefehlern dadurch, dass ein tatsächlich falsches Wort verwendet wird. Autoren nutzen sie, um die Unwissenheit oder Eitelkeit einer Figur offenzulegen und gleichzeitig das Publikum zu amüsieren, das das gemeinte Wort erkennt und die Diskrepanz genießt.
Wenn ein Sprecher nach einem gehobenen Wort greift und das falsche erwischt, entsteht ein Malapropismus.
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