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🎈 Hyperinflation

Extrem schnelle und unkontrollierte Preissteigerungen in einer Volkswirtschaft.

Hyperinflation

Im Jahr 2008 gab die Zentralbank Simbabwes einen 100-Billionen-Dollar-Schein heraus. Man konnte sich davon nicht einmal ein Brot kaufen. Das ist Hyperinflation, ein extremer und unkontrollierter Preisanstieg. Ökonomen definieren sie oft als eine Inflation von über 50 Prozent pro Monat, was sich zu astronomischen jährlichen Raten summiert. Deutschland 1923, Ungarn nach dem Zweiten Weltkrieg, Simbabwe in den 2000er-Jahren und Venezuela in den letzten Jahren sind klassische Beispiele dafür.

Hyperinflation beginnt meist mit einer Finanzkrise. Der Staat kann weder durch Kredite noch durch Steuern genügend Mittel aufnehmen, um die Ausgaben zu decken, und druckt daher Geld. Steigen die Preise, sinkt der reale Wert der Steuereinnahmen, weshalb noch mehr Geld gedruckt wird. Der Kreislauf beschleunigt sich. Die Menschen versuchen verzweifelt, ihr Geld auszugeben, bevor es an Wert verliert, was die Preise weiter in die Höhe treibt. Schließlich wird die Währung wertlos, und die Menschen greifen auf Tauschhandel oder Fremdwährungen zurück.

Um die Hyperinflation zu stoppen, sind drastische Maßnahmen erforderlich. Regierungen müssen Ausgaben kürzen, Steuern erhöhen und oft die alte Währung durch eine neue ersetzen oder sie an eine stabile Fremdwährung koppeln. Diese Maßnahmen sind schmerzhaft und politisch riskant. Doch die Hyperinflation ist noch schlimmer. Sie vernichtet Ersparnisse, lähmt Investitionen und kann Regierungen stürzen.

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