Metadaten beschreiben andere Daten. Die Metadaten eines Fotos umfassen Kameramodell, Belichtungseinstellungen, Aufnahmedatum und GPS-Koordinaten. Die Metadaten eines Dokuments umfassen Autor, Erstellungsdatum und Dateigröße. Die Metadaten eines Datensatzes umfassen Schema, Zeilenanzahl, Quellsystem und Aktualisierungsplan. Die Daten selbst sind der Inhalt. Metadaten sind der Kontext. Ohne sie sind die Daten schwerer zu finden, ihnen zu vertrauen und sie zu nutzen.
Metadaten gibt es in drei Formen. Deskriptive Metadaten helfen beim Auffinden von Daten: Titel, Schlüsselwörter, Autoren. Strukturelle Metadaten erklären die Datenorganisation: Schemata, Formate, Beziehungen. Administrative Metadaten regeln die Verwaltung: Erstellungsdatum, Zugriffsrechte, Aufbewahrungsregeln. Jede Art erfüllt einen anderen Zweck. Ein Datenkatalog ist ein Metadaten-Repository. Er indexiert Datensätze und macht sie durchsuchbar. Ein Analyst, der Kundendaten sucht, kann den Katalog durchsuchen, anstatt herumzufragen. Der Katalog zeigt, was existiert, wem es gehört, wie aktuell es ist und was es enthält. Ohne Katalog ist die Datenfindung reine Mundpropaganda. Metadaten unterstützen auch die Datenverwaltung. Aufbewahrungsrichtlinien lassen sich nicht für Daten durchsetzen, die man nicht identifizieren kann. Sensible Daten, deren Existenz man nicht kennt, lassen sich nicht schützen. Metadaten machen das Unsichtbare sichtbar. Es ist keine glamouröse Arbeit. Sie ist die Grundlage für alles andere.
Metadatentypen
- Beschreibend – Titel, Schlüsselwörter, Autoren
- Strukturell – Schemata, Formate, Beziehungen
- Verwaltung – Erstellungsdatum, Berechtigungen, Aufbewahrung
- Technische Daten – Dateigröße, Kodierung, Komprimierung
- Unternehmen – Definitionen, Eigentumsverhältnisse, Qualitätsregeln
Metadaten sind Daten über Daten. Sie helfen Ihnen, Ihre Daten zu finden, zu verstehen und zu verwalten.
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