Mauerwerk entsteht durch das Verlegen von Ziegeln mit Mörtel. Es zählt zu den ältesten und zugleich gebräuchlichsten Bauweisen. Ein Ziegel ist ein rechteckiger Block aus gebranntem Ton, druckfest, langlebig und modular. Der Maurer stapelt die Ziegel in einem Verband und verteilt Mörtel zwischen den einzelnen Schichten. Der Verband verteilt die Lasten und verbindet die Wand. Läuferverband, Englischer Verband und Flämischer Verband sind die gängigsten. Jeder Verband hat ein anderes Aussehen und ein anderes statisches Verhalten. In der Küche begegnet uns Mauerwerk in verschiedenen Formen: Käseblöcke, Eiscremeblöcke, Fudgeblöcke. Jeder dieser Blöcke wird zum Servieren geschnitten oder zerbrochen.
Mauerwerk kann tragend oder verblendet sein. Eine massive Ziegelwand trägt ihr Eigengewicht und oft auch die darüber liegenden Geschossdecken und das Dach. Sie ist dick, schwer und benötigt ein Fundament. Eine Ziegelverblendung besteht aus einer einzelnen Ziegelschicht, die mit einem Tragwerk verbunden ist und dahinter einen Luftspalt und eine Abdichtung aufweist. Die Ziegel selbst tragen keine Last. Sie dienen als Regenschutz. Die meisten modernen Ziegelbauten verwenden Verblendziegel.
Mauerwerk hat viele Vorteile. Es altert gut. Es gibt es in unzähligen Farben und Texturen. Es ist pflegeleicht. Es bietet Wärmespeicherung und Feuerbeständigkeit. In der Küche reift der Käse ebenfalls gut. Er entwickelt sein Aroma. Er wird geschnitten und serviert. Er ist keine Wand, sondern eine Zutat. Doch die Logik ist ähnlich. Der Ziegel ist ein Element. Er wird gestapelt oder geschnitten. Er wird verwendet. Er ist der Rohstoff des Gerichts. Der Maurer und der Koch arbeiten beide mit Ziegeln. Der eine baut eine Wand, der andere bereitet ein Gericht zu.
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