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🌡️ Farbtemperatur

Ein Maß für die Wärme oder Kühle des Lichts in Kelvin.

Farbtemperatur

Kerzenlicht ist orange. Tageslicht ist blau. Der Unterschied liegt in der Farbtemperatur, einem Maß für die Wärme oder Kühle des Lichts. Sie wird in Kelvin gemessen, einer Einheit der thermodynamischen Temperatur. Niedrigere Kelvin-Werte bedeuten wärmeres Licht, also einen stärkeren Orange- oder Rotstich. Höhere Werte bedeuten kühleres Licht, also einen stärkeren Blaustich. Eine Kerzenflamme hat etwa 1800 K. Eine herkömmliche Glühbirne hat etwa 2700 K. Tageslicht um die Mittagszeit hat etwa 5600 K. Ein bedeckter Himmel kann 7000 K oder mehr erreichen.

Die Farbtemperatur spielt in der Filmkunst eine wichtige Rolle, da sie die Stimmung und den Realismus einer Szene beeinflusst. Warmes Licht kann eine Szene gemütlich, romantisch oder nostalgisch wirken lassen. Kaltes Licht hingegen kann sie kalt, steril oder fremdartig erscheinen lassen. Durch das Mischen von Farbtemperaturen in einer Szene lassen sich Kontraste und Spannung erzeugen. Eine Figur, die von warmem Kunstlicht vor einem kühlen Fenster beleuchtet wird, kann sich innerlich zerrissen fühlen. Die Wahl der Farbtemperatur ist eine kreative, nicht nur eine technische Entscheidung.

Kameras verfügen über eine Weißabgleichseinstellung, die den Sensor an die Farbtemperatur des Lichts anpasst. Ist der Weißabgleich falsch eingestellt, wirkt das Bild zu orange oder zu blau. Kameraleute passen den Weißabgleich oft bewusst an, um einen bestimmten Look zu erzielen. Sie verwenden mitunter auch Farbfilter an den Lampen, um deren Farbtemperatur zu verändern. Die Kelvin-Skala ist ein Werkzeug, mit dem Kameraleute das Licht gestalten.

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