Zitronensaft hat einen pH-Wert von etwa 2. Reines Wasser hat einen pH-Wert von 7. Bleichmittel hat einen pH-Wert von etwa 13. Die pH-Skala misst den Säure- oder Basengehalt einer Lösung. Sie ist logarithmisch, das heißt, jede Einheit entspricht einer zehnfachen Änderung der Wasserstoffionenkonzentration. Ein pH-Wert von 3 ist zehnmal saurer als ein pH-Wert von 4. Die Skala reicht von 0 bis 14, wobei bei konzentrierten Lösungen auch Werte außerhalb dieses Bereichs möglich sind.
Der pH-Wert ist definiert als der negative dekadische Logarithmus der Wasserstoffionenkonzentration. In Wasser liegen Wasserstoffionen als Hydroniumionen (H₃O⁺) vor. Die Konzentration der Hydroniumionen bestimmt den pH-Wert. Ein niedriger pH-Wert bedeutet eine hohe Hydroniumionenkonzentration. Ein hoher pH-Wert bedeutet eine niedrige Hydroniumionen- und eine hohe Hydroxidionenkonzentration. Das Produkt der beiden Konzentrationen ist bei einer gegebenen Temperatur konstant und beträgt bei 25 °C 1 × 10⁻¹⁴.
Der pH-Wert wird mithilfe von Indikatoren, pH-Metern oder durch Titration gemessen. Indikatoren ändern ihre Farbe in einem bestimmten pH-Bereich. Lackmuspapier färbt sich in Säure rot und in Base blau. Phenolphthalein ist in Säure farblos und in Base rosa. pH-Meter verwenden eine Glaselektrode, die auf die Wasserstoffionenkonzentration reagiert. Sie sind präziser als Indikatoren.
Der pH-Wert spielt eine entscheidende Rolle in Biologie, Industrie und Umwelt. Enzyme arbeiten optimal bei bestimmten pH-Werten. Der pH-Wert des Blutes wird streng zwischen 7,35 und 7,45 reguliert. Der pH-Wert des Bodens beeinflusst das Pflanzenwachstum. Der pH-Wert des Wassers beeinflusst Wasserlebewesen. Industrielle Prozesse erfordern eine präzise pH-Wert-Kontrolle. Der Maßstab ist einfach. Die Folgen sind es nicht.
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