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⚖️ Tagundnachtgleiche

Der Augenblick, in dem Tag und Nacht ungefähr gleich lang sind.

Tagundnachtgleiche

Zweimal im Jahr sind Tag und Nacht überall auf der Erde annähernd gleich lang. Diese Momente nennt man Tagundnachtgleichen. Das Wort stammt aus dem Lateinischen: „aequus“ bedeutet gleich und „nox“ Nacht. Sie finden jedes Jahr um den 20. März und den 22. September statt.

Zur Tagundnachtgleiche steht die Sonne genau über dem Äquator. Die Erdachse ist weder zur Sonne hin noch von ihr weg geneigt. Die Tag-Nacht-Grenze verläuft von Pol zu Pol. Jeder Mensch erlebt etwa 12 Stunden Tageslicht und 12 Stunden Dunkelheit.

Die Tagundnachtgleichen sind nicht nur astronomische Ereignisse. Sie markieren den Wechsel der Jahreszeiten. Auf der Nordhalbkugel läutet die März-Tagundnachtgleiche den Frühling ein, die September-Tagundnachtgleiche den Herbst. Auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt. Viele Kulturen feiern diese Übergänge mit Festen und Feiertagen.

Die Tagundnachtgleichen definieren auch das Koordinatensystem. Die Frühlingstagundnachtgleiche, an der die Sonne den Himmelsäquator in Richtung Norden überquert, ist der Nullpunkt der Rektaszension. Die Herbsttagundnachtgleiche ist der Punkt, an dem sie ihn in Richtung Süden überquert. Diese beiden Punkte verankern die Himmelskugel.

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