Soziale Interaktion ist der Prozess, durch den Menschen miteinander handeln und reagieren. Sie ist der grundlegende Baustein der Gesellschaft. Ein Gespräch, ein Händedruck, eine Schlägerei, eine SMS – all dies sind Formen sozialer Interaktion. Ohne Interaktion gibt es keine Gesellschaft.
Erving Goffman untersuchte die Interaktion auf der Mikroebene. Er zeigte, dass Menschen ihren Eindruck steuern, ungeschriebene Regeln befolgen und Fehler wiedergutmachen. Jemand, der in der Öffentlichkeit stolpert, schaut sich schnell um, ob es jemand bemerkt hat, und lacht dann darüber. Das ist Eindrucksmanagement.
Interaktionsformen
- Austausch: Geben und Nehmen, wie z. B. das Tauschen von Gefälligkeiten
- Kooperation: Gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten
- Wettbewerb: das Streben nach der gleichen Belohnung
- Konflikt: sich gegen andere stellen, um Ziele zu erreichen
- Anpassung: sich so zu verhalten, dass Konflikte vermieden werden.
Interaktion wird von Status, Rolle und Kontext geprägt. Ein Arzt und ein Patient interagieren anders als zwei Freunde. Dieselbe Person kann in einem Umfeld dominant und in einem anderen unterwürfig sein. Soziale Interaktion ist der Ort, an dem Struktur und Handlungsfähigkeit aufeinandertreffen.
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