In einem Nachtclub bricht ein Feuer aus. Menschen schreien, drängen und trampeln übereinander, um den Ausgang zu erreichen. Panik ist eine plötzliche, überwältigende Angst, die in einer Gruppe zu irrationalem Verhalten führt. Sie ist eine Form kollektiven Verhaltens. Sie ist selten, kann aber tödlich enden, wenn sie auftritt.
Studien zeigen, dass Panik nicht so häufig vorkommt, wie allgemein angenommen wird. In vielen Notfällen helfen sich die Menschen gegenseitig und evakuieren geordnet. Panik entsteht, wenn Menschen den Eindruck haben, dass Fluchtwege blockiert sind, dass andere um denselben Ausgang konkurrieren und dass die Zeit drängt. Beim Brand im Cocoanut Grove in Boston im Jahr 1942 starben 492 Menschen, viele von ihnen waren durch blockierte Ausgänge eingeschlossen.
Bedingungen, die Panik auslösen
- Wahrgenommene unmittelbare Lebensgefahr
- Begrenzte oder blockierte Fluchtwege
- Informationsmangel oder widersprüchliche Hinweise
- Dichte und Überfüllung
- Vertrauensverlust in die Behörden
Vorbeugen ist wirksamer als die Kontrolle von Menschenmengen. Freie Ausgänge, regelmäßige Übungen und ruhige Kommunikation reduzieren Panik. Nach dem Brand des Nachtclubs „Station“ in Rhode Island im Jahr 2003 wurden strengere Vorschriften für die Personenzahl und Sprinkleranlagen erlassen.
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