Das Intelligenzalter ist ein von Alfred Binet entwickeltes Maß für die intellektuelle Entwicklung. Es repräsentiert das chronologische Alter, das typischerweise einem bestimmten Leistungsniveau in Tests entspricht.
Binet und sein Kollege Théodore Simon entwickelten Aufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad und ermittelten das Durchschnittsalter, in dem Kinder die jeweiligen Aufgaben lösen konnten. Ein Kind, das Aufgaben bewältigen konnte, die normalerweise von Zehnjährigen gelöst wurden, hatte ein Intelligenzalter von zehn Jahren, unabhängig vom tatsächlichen Alter. Der Vergleich von Intelligenzalter und Lebensalter ergab den ursprünglichen Intelligenzquotienten: Intelligenzalter geteilt durch Lebensalter, multipliziert mit 100.
Moderne Intelligenztests verzichten weitgehend auf das Konzept des Intelligenzalters und verwenden stattdessen Abweichungswerte, die eine Person mit Gleichaltrigen vergleichen. Der zugrundeliegende Gedanke – dass Testergebnisse anhand von Entwicklungsnormen bewertet werden können – bleibt jedoch bestehen. Das Intelligenzalter wird im Bildungsbereich nach wie vor gelegentlich verwendet, um das ungefähre Leistungsniveau eines Kindes zu beschreiben.
Die Binet-Skala machte aus der Beobachtung dessen, was Kinder unterschiedlichen Alters können, ein praktisches Instrument zur Identifizierung derjenigen, die zusätzliche Hilfe benötigten.
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