Ein einzelnes Wort kann mehrere Interpretationen zulassen. Lexikalische Ambiguität bezeichnet die Bedeutungsunsicherheit, die entsteht, wenn ein Wort mehrere Bedeutungen hat, sodass der Kontext die beabsichtigte Lesart bestimmen muss.
Homonymie und Polysemie erzeugen beide lexikalische Mehrdeutigkeit, obwohl sie historisch unterschiedlich entstanden sind. Hörer lösen Mehrdeutigkeiten in der Regel so schnell auf, dass sie diese kaum bemerken, außer in Witzen, Schlagzeilen oder in spärlichen Kontexten. Blickverfolgungs- und Priming-Experimente zeigen den Prozess der Bedeutungsauswahl in Echtzeit.
Autoren nutzen Mehrdeutigkeiten gezielt, um Missverständnisse zu vermeiden oder Doppeldeutigkeiten bewusst einzusetzen. Systeme zur Verarbeitung natürlicher Sprache benötigen robuste Module zur Auflösung von Mehrdeutigkeiten für Suche, Übersetzung und Dialog. Lexikalische Mehrdeutigkeit ist im alltäglichen Sprachgebrauch eher die Regel als die Ausnahme.
- Mehrere mögliche Bedeutungen für eine einzelne Wortform
- Wird primär durch den umgebenden Kontext gelöst.
- Entsteht aus Homonymie oder Polysemie
- Stellt sowohl die menschliche Auffassungsgabe als auch die Computerverarbeitung vor Herausforderungen.
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