Lernen ist eine relativ dauerhafte Veränderung des Verhaltens oder des Wissens, die aus Erfahrung resultiert. Diese Veränderung muss nicht bewusst erfolgen. Eine Ratte, die einen Hebel betätigt, um an Futter zu gelangen, ein Kind, das nach einer Verbrennung einen heißen Herd meidet, und ein Schüler, der quadratische Gleichungen löst – all dies zählt als Lernen.
Psychologen unterscheiden verschiedene Formen. Klassische Konditionierung verknüpft Reize. Operante Konditionierung verknüpft Handlungen mit Konsequenzen. Beobachtungslernen findet durch das Beobachten anderer statt. Kognitive Ansätze betonen mentale Repräsentationen, Einsicht und die Organisation von Wissen. Jede dieser Traditionen liefert ihre eigenen experimentellen Methoden und ihr eigenes theoretisches Vokabular.
Nicht jede Veränderung ist geeignet. Reifung, Ermüdung und sensorische Anpassung können das Verhalten vorübergehend verändern, ohne als Lernen zu gelten. Entscheidend sind Erfahrung als Ursache und relative Dauerhaftigkeit als Folge.
- Veränderung aufgrund von Erfahrung und nicht aufgrund von Reifung
- Relativ dauerhaft
- Kann assoziativ oder kognitiv sein.
- Im Verhalten beobachtbar oder aus der Leistung abgeleitet
Die Definition bleibt bewusst weit gefasst, damit sowohl Laborparadigmen als auch der Erwerb alltäglicher Fähigkeiten unter demselben Dach untersucht werden können.
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