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🐄 Tragödie der Allmende

Die Erschöpfung gemeinsamer Ressourcen durch Individuen, die eigennützig handeln.

Tragödie der Allmende

Eine Weide steht allen Hirten offen. Jeder profitiert davon, ein weiteres Tier hinzuzufügen. Die Kosten der Überweidung werden von allen geteilt. Daher fügt jeder Hirte weitere Tiere hinzu, und die Weide wird zerstört. Dieses Szenario, das Garrett Hardin 1968 in einem Essay beschrieb, ist die Tragik der Allmende. Es erklärt, warum gemeinschaftlich genutzte Ressourcen erschöpft werden, selbst wenn allen die negativen Folgen bewusst sind.

Die Logik ist einleuchtend, doch Hardin übertrieb die Unvermeidbarkeit. Elinor Ostrom widmete Jahrzehnte der Erforschung von Gemeinschaften, die gemeinsam genutzte Ressourcen erfolgreich verwalten. Schweizer Bauern bewirtschaften Almen nach jahrhundertealten Regeln. Spanische Bewässerungsverbände verteilen Wasser über gewählte Gremien an die Bauern. Japanische Dörfer legen Fangquoten fest. Diese Systeme funktionieren, weil sie klare Regeln, Überwachung und abgestufte Sanktionen miteinander verbinden.

Die Tragödie wird besonders deutlich, wenn es keine geordnete Verwaltung gibt. Internationale Gewässer, die Atmosphäre und der Weltraum sind gefährdet. Die Lösung liegt nicht immer in Privatisierung oder staatlicher Kontrolle. Manchmal ist gemeinschaftliches Management, angepasst an die lokalen Gegebenheiten, die beste Lösung. Ostrom erhielt den Nobelpreis für den Nachweis, dass Gemeinschaften Probleme kollektiven Handelns auch ohne Märkte oder Staaten lösen können. Diese Erkenntnis hat die Denkweise von Ökonomen und politischen Entscheidungsträgern im Bereich Ressourcenmanagement grundlegend verändert.

Häufige Beispiele

Comments (2)

  1. Curtis Lam
    Hardin's essay is from 1968 and it's still relevant. Overfishing is a perfect modern example of the tragedy of the commons.
  2. Bernadette Cole
    Elinor Ostrom showed that communities can manage shared resources without privatization or government control. Her work is a good counterpoint.

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