Jede Zelle deines Körpers verbrennt gerade jetzt Energie. Nicht mit Feuer, sondern durch eine kontrollierte Kette chemischer Reaktionen, die Energie aus Glukose und anderen organischen Molekülen freisetzen. Dieser Prozess heißt Zellatmung und findet bei Pflanzen, Tieren, Pilzen und Bakterien gleichermaßen statt.
Die aerobe Atmung verbraucht Sauerstoff und produziert Kohlendioxid, Wasser und eine große Menge nutzbarer Energie, die als ATP gespeichert wird. Die anaerobe Atmung kommt ohne Sauerstoff aus und liefert deutlich weniger Energie. Deshalb spürt man beim Sprinten ein Brennen in den Muskeln. Hefe macht etwas Ähnliches, wenn sie Zucker zu Alkohol vergärt. Gleiches Prinzip, andere Endprodukte.
Die Gleichung sieht einfach aus: Glukose und Sauerstoff werden zu Kohlendioxid, Wasser und Energie. In Wirklichkeit durchläuft sie Dutzende von Schritten, von denen jeder von einem spezifischen Enzym katalysiert wird. Die Glykolyse spaltet die Glukose im Zytoplasma. Der Citratzyklus und die Atmungskette schließen die Umwandlung in den Mitochondrien ab.
Wichtigste Punkte
- Die Zellatmung setzt Energie aus organischen Molekülen frei.
- Die aerobe Atmung benötigt Sauerstoff und liefert mehr ATP.
- Die anaerobe Atmung funktioniert ohne Sauerstoff, produziert aber weniger Energie.
- Auch Pflanzen atmen, Tag und Nacht.
Pflanzen werden zwar für die Photosynthese gelobt, aber sie atmen auch rund um die Uhr. Schneidet man ein Blatt aus dem Sonnenlicht, verbraucht es weiterhin Sauerstoff. Die Atmung ist der grundlegende Stoffwechsel des Lebens.
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