Ein Biom ist eine große geografische Region mit einem ausgeprägten Klima und einer charakteristischen Pflanzen- und Tierwelt. Tropische Regenwälder, Wüsten, Tundra, Grasland und gemäßigte Wälder sind Beispiele dafür. Jedes Biom wird von Temperatur und Niederschlag geprägt, die bestimmen, welche Pflanzen und Tiere dort wachsen und leben können. Dasselbe Biom kann auf verschiedenen Kontinenten vorkommen. Tropische Regenwälder existieren in Südamerika, Afrika und Südostasien; sie beherbergen zwar unterschiedliche Arten, aber ähnliche Strukturen und Funktionen.
Biome sind nicht statisch. Sie verändern sich mit dem Klimawandel, mal allmählich, mal abrupt. Während der letzten Eiszeit breiteten sich Tundra und Steppe über Europa und Nordamerika aus. Mit der Erwärmung des Klimas wanderten Wälder nach Norden. Heute drängen steigende Temperaturen die Biome in Richtung der Pole und hinauf in die Berge. Arten, die nicht schnell genug wandern können, sind vom Aussterben bedroht. Auch die Landnutzung durch den Menschen fragmentiert Biome und verwandelt zusammenhängende Waldflächen in von Ackerland oder Städten umgebene Gebiete.
Wichtige terrestrische Biome
- Tropischer Regenwald: warm, feucht, hohe Artenvielfalt.
- Wüste: trocken, extreme Temperaturen, spärliche Vegetation.
- Grasland: mäßige Niederschläge, Gräser dominieren.
- Tundra: kalt, baumlos, Permafrost.
Biome sind nützlich, weil sie Ökologen den Vergleich weit entfernter Regionen ermöglichen. Eine Savanne in Kenia und eine Savanne in Australien haben mehr Gemeinsamkeiten als jede von ihnen mit dem jeweils angrenzenden Regenwald.
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