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🫀 Personalisierte Medizin

Die Anpassung der Behandlung an das genetische und klinische Profil einer Person.

Personalisierte Medizin

Zwei Patienten mit derselben Krebserkrankung erhalten dasselbe Medikament. Einer spricht darauf an, der andere nicht. Die personalisierte Medizin fragt nach den Gründen. Sie passt die Behandlung individuell an und nutzt genetische, molekulare und klinische Informationen, um das richtige Medikament in der richtigen Dosierung für den jeweiligen Patienten auszuwählen. Sie wird auch Präzisionsmedizin genannt.

Dieser Ansatz basiert auf Biomarkern und Diagnostik. Ein Gentest kann eine Mutation identifizieren, die einen Tumor für eine zielgerichtete Therapie anfällig macht. Ein pharmakogenomischer Test kann vorhersagen, wie ein Patient ein Medikament verstoffwechselt. Eine Flüssigbiopsie ermöglicht die Überwachung des Therapieerfolgs im Zeitverlauf. Die Daten dienen als Grundlage für die Entscheidung, anstatt eines standardisierten Behandlungsprotokolls.

Personalisierte Medizin verändert bereits die Krebsbehandlung. Herceptin bei HER2-positivem Brustkrebs, Keytruda bei Tumoren mit DNA-Reparaturdefizienz und Tarceva bei EGFR-mutiertem Lungenkrebs sind Beispiele dafür. Sie wird auch bei seltenen genetischen Erkrankungen eingesetzt, wo eine präzise Diagnose die Therapie steuern kann. Bei Infektionskrankheiten kann sie das richtige Antibiotikum für eine resistente Infektion identifizieren.

Die Herausforderungen liegen im Zugang und der Chancengleichheit. Genomtests sind teuer und nicht für alle Patienten erschwinglich. Datenschutz ist ein wichtiges Thema. Und die Evidenzbasis wächst stetig. Personalisierte Medizin ist kein Allheilmittel. Sie bedeutet einen Wandel hin zu einer präziseren und wirksameren Behandlung.

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