Ein Mikroklima ist das Klima eines kleinen Gebiets, das sich vom Klima der umliegenden Region unterscheidet. Eine nach Süden ausgerichtete Wand, eine Frostmulde am Fuß eines Hangs, eine Weinbergreihe an einem See oder ein Stadtdach weisen jeweils ihre eigenen Bedingungen auf.
Winzer nutzen Mikroklimata gezielt. In kühleren Regionen gedeihen Feigen oder Pfirsiche an einer Südwand, die im Freiland verkümmern würden. In heißen Regionen schützt ein Nordhang oder ein schattenspendender Baum Salat vor dem Schießen. Weinberge sind bekanntlich standortspezifisch: Unterschiede zwischen zwei benachbarten Parzellen können sich im Wein bemerkbar machen.
Was erzeugt ein Mikroklima?
- Topografie: Hänge lassen kalte Luft abfließen, Senken sammeln sie.
- Wasser: Seen und Flüsse mit gemäßigter Temperatur
- Strukturen: Mauern, Hecken und Gebäude blockieren den Wind und reflektieren die Wärme
- Bodenbedeckung: Unbedeckter Boden erwärmt sich schneller als gemulchter oder bewachsener Boden.
Frost ist ein klassisches Problem des Mikroklimas. Kalte Luft fließt wie Wasser bergab und sammelt sich in Senken. Deshalb pflanzen Obstbauern an Hängen und meiden Mulden. Ein Thermometer im Bauernhaus kann mehrere Grad wärmer anzeigen als eines unten auf dem Feld.
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