Bewässerung ist die künstliche Wasserzufuhr zu Nutzpflanzen und wird überall dort eingesetzt, wo Regen zu gering, zu unzuverlässig oder zum falschen Zeitpunkt fällt. Sie ermöglicht Landwirtschaft im Niltal, im Punjab, im Central Valley Kaliforniens und in den trockenen Ebenen Nordchinas.
Die Methoden reichen von traditionell bis hochpräzise. Bei der Flutbewässerung wird das Wasser über das Feld verteilt und versickert. Die Furchenbewässerung leitet das Wasser durch Gräben zwischen den Reihen. Sprinkleranlagen imitieren Regen, und Tropfschläuche führen das Wasser tropfenweise direkt an die Wurzeln. Kreisberegnungsanlagen rollen langsam im Kreis über große Felder. Jede Methode hat unterschiedliche Kosten, Effizienz und Eignung für verschiedene Anwendungsbereiche.
Die großen Fragen
- Quelle: Flüsse, Stauseen, Grundwasserleiter oder aufbereitetes Wasser
- Förderung: Schwerkraft, Pumpen oder Druckleitungen
- Dosierung: Wann und wie viel, abhängig von Bodenbeschaffenheit und Pflanzenstadium
- Entwässerung: Wohin fließt der Überschuss und sammelt sich Salz an?
In vielen der produktivsten Regionen der Welt sinkt der Grundwasserspiegel. Der Trend geht nun hin zu Tropfbewässerung, Bodenfeuchtesensoren und gezielter Bewässerung, bei der nur so viel Wasser zugeführt wird, wie für die Erreichung der Ertragsziele nötig ist – ohne Verschwendung.
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