Partielle Verstärkung bedeutet, dass eine Verstärkung erst nach einigen Wiederholungen einer Reaktion erfolgt. Das Verhalten wird dadurch verstärkt, jedoch folgt nicht auf jede Wiederholung eine Belohnung.
Verstärkungspläne können auf der Anzahl der Reaktionen (Quotientenverstärkung) oder auf dem Zeitablauf (Intervallverstärkung) basieren und entweder fix oder variabel sein. Variable Quotenverstärkungspläne, wie sie beispielsweise beim Glücksspiel vorkommen, führen zu hohen Reaktionsraten, die nur schwer abklingen. Fixe Intervallverstärkungspläne erzeugen das charakteristische wellenförmige Muster einer sich beschleunigenden Reaktion gegen Ende des Intervalls. Partielle Verstärkung ist im Alltag häufiger als kontinuierliche Verstärkung und trägt dazu bei, zu erklären, warum bestimmte Verhaltensweisen auch dann noch bestehen, wenn Belohnungen seltener werden.
Der Effekt der partiellen Verstärkungslöschung ist gut belegt: Verhalten, das unter partieller Verstärkung erlernt wurde, erlischt langsamer als Verhalten, das unter kontinuierlicher Verstärkung erlernt wurde. Der Organismus hat gelernt, dass Belohnungen intermittierend erfolgen, daher ist das Ausbleiben einer Belohnung weniger aussagekräftig.
Wenn die Verstärkung nur gelegentlich erfolgt, wird das Verhalten oft besonders hartnäckig.
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