Das Rückenmark, das von der Wirbelsäule umschlossen ist, ist eine zylindrische Fortsetzung des Hirnstamms, die sowohl Signale zwischen Körper und Gehirn leitet als auch lokale Schaltkreise enthält, die in der Lage sind, Reflexe und rhythmische Bewegungsmuster zu erzeugen.
Sensorische Axone treten dorsal ein, motorische Axone ventral aus. Aufsteigende Bahnen leiten sensorische Informationen zum Gehirn, absteigende Bahnen übermitteln motorische Befehle und modulatorische Signale. Die segmentale Organisation des Rückenmarks bedingt, dass jedes Segment eine spezifische Körperregion innerviert und somit eine präzise klinische Lokalisierung von Läsionen ermöglicht. Zentrale Mustergeneratoren im Rückenmark können selbst isoliert vom Gehirn lokomotionsähnliche Signale erzeugen.
Eine Rückenmarksverletzung unterbricht die langen Nervenbahnen und führt zu Lähmungen und Sensibilitätsstörungen unterhalb der Verletzungshöhe, oft begleitet von übersteigerten Reflexen nach Abklingen des spinalen Schocks. Da die Regenerationsfähigkeit des zentralen Nervensystems begrenzt ist, bleibt die Rückenmarksverletzung eine Hauptursache für dauerhafte Behinderungen. Die Forschung in den Bereichen Neuroprotektion, Regeneration und Gehirn-Computer-Schnittstellen zielt darauf ab, die Funktionsfähigkeit nach solchen Verletzungen wiederherzustellen.
- Leitet Signale zwischen Gehirn und Körper
- Enthält Reflex- und Mustergenerierungsschaltungen
- Segmental organisiert
- Anfällig für traumatische Verletzungen mit dauerhaften Folgen
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