Das Tempo bezeichnet die Geschwindigkeit, mit der ein Musikstück gespielt wird, üblicherweise gemessen in Schlägen pro Minute. Eine Metronomangabe wie „Viertelnote = 120“ gibt eine präzise Vorgabe; italienische Begriffe wie „Allegro“ oder „Adagio“ vermitteln eher einen allgemeinen Eindruck von Charakter und Tempo.
Das Tempo beeinflusst maßgeblich den Ausdruck von Musik. Dieselben Noten können je nach Tempo energisch oder träge wirken. Interpreten und Dirigenten wählen das Tempo anhand der Vorgaben des Komponisten, der Akustik des Saals, der technischen Anforderungen des Stücks und ihres eigenen interpretatorischen Urteilsvermögens.
Eine leichte Tempovariation, das sogenannte Rubato, ist in vielen Stilen üblich. Plötzliche oder allmähliche Tempowechsel sind ebenfalls wichtige Gestaltungsmittel. Ein gleichmäßiges Tempo bei Bedarf beizubehalten und es ausdrucksvoll zu gestalten, wenn es angebracht ist, gehört zu den grundlegenden Fertigkeiten eines Musikers.
Zuhörer reagieren oft auf das Tempo, noch bevor sie Melodie oder Harmonie wahrnehmen.
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