Das einfachste Streuungsmaß ist der Abstand zwischen den Extremwerten. Die Spannweite ist die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert einer Zahlenreihe. Reichen die Testergebnisse beispielsweise von 62 bis 98, beträgt die Spannweite 36. Diese Kennzahl lässt sich leicht berechnen und vermittelt schnell einen Eindruck davon, wie weit die Daten gestreut sind.
Seine Nützlichkeit ist begrenzt. Ein einzelner Ausreißer kann die Spannweite drastisch vergrößern und einen Datensatz variabler erscheinen lassen, als er tatsächlich ist. Daher bevorzugen Forschende oft den Interquartilsabstand oder die Standardabweichung, da diese weniger anfällig für Extremwerte sind. Dennoch bleibt die Spannweite ein transparenter Ausgangspunkt, insbesondere in der Kommunikation mit einem Publikum, das mit technischen Kennzahlen nicht vertraut ist.
In der Praxis findet sich die Spannweite in Wetterberichten (Höchst- und Tiefsttemperaturen), Sportstatistiken (höchste und niedrigste Punktzahlen) und Qualitätskontrolldiagrammen. Sie beantwortet eine grundlegende Frage: Wie weit liegen die Messwerte auseinander? Wenn die Antwort wichtiger ist als die Genauigkeit des Mittelwerts, liefert die Spannweite eine direkte und leicht verständliche Antwort.
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