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🤝 Oxymoron

Eine rhetorische Figur, bei der widersprüchliche Begriffe zusammen auftreten.

Oxymoron

Ein Oxymoron ist eine rhetorische Figur, die widersprüchliche Begriffe in einem einzigen Ausdruck vereint. Das Aufeinandertreffen der Gegensätze erzeugt einen paradoxen Effekt.

„Ohrenbetäubende Stille“, „lebendiger Tod“ und „süßer Kummer“ sind bekannte Oxymora. Dieses Stilmittel zwingt den Leser, zwei unvereinbare Ideen miteinander zu verbinden und enthüllt so oft eine komplexere Wahrheit, als es die einzelnen Begriffe allein ausdrücken könnten. Dichter und Dramatiker nutzen Oxymora, um ambivalente Gefühlszustände darzustellen; im Alltag dienen sie der Betonung oder Ironie. Shakespeares Stücke sind reich an dieser Bildsprache.

Ein Oxymoron unterscheidet sich von einem Paradoxon dadurch, dass es auf der Ebene der Formulierung und nicht der Aussage wirkt, obwohl beide eng miteinander verwandt sind. Ein gelungenes Oxymoron wirkt überraschend und treffend; ein erzwungenes hingegen lediglich raffiniert. Die Bildfigur lebt von der erzeugten Spannung und dem kurzen gedanklichen Aufwand, der nötig ist, um den Widerspruch aufzulösen oder zu akzeptieren.

Wenn zwei gegensätzliche Wörter zu einem Ausdruck verbunden werden, entsteht ein Oxymoron.

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