Fiktion ist Literatur, die imaginäre Ereignisse und Personen beschreibt. Sie ist erfunden und nicht streng faktenbasiert, obwohl sie sich stark an realen Erfahrungen und historischen Gegebenheiten orientieren kann.
Diese Kategorie umfasst Romane, Kurzgeschichten, Novellen sowie einige erzählende Gedichte und Theaterstücke. Was sie eint, ist die Erschaffung einer Erzählwelt, die nicht den Anspruch erhebt, eine wörtliche Wiedergabe tatsächlicher Ereignisse zu sein. Innerhalb dieser Welt handeln die Figuren, Konflikte entwickeln sich und Bedeutungen entstehen. Die Leser akzeptieren den fiktionalen Vertrag: Sie wissen, dass die Geschichte erfunden ist, reagieren aber dennoch darauf, als ob sie von Bedeutung wäre.
Fiktion kann reale Orte, historische Persönlichkeiten und autobiografisches Material einbeziehen, ohne ihren fiktionalen Charakter zu verlieren; die maßgebliche Intention ist die der Fantasie, nicht die der Dokumentation. Die Grenze zur Sachliteratur verschwimmt mitunter durch Mischformen, doch die Unterscheidung bleibt sinnvoll. Die besondere Kraft der Fiktion liegt in ihrer Freiheit, Erfahrungen so zu formen, dass sie Wahrheiten offenbaren, die einer reinen Reportage verborgen bleiben.
Eine Erzählung, die als Erfindung und nicht als Tatsachenbericht präsentiert wird, gehört zur Fiktion.
Comments
No comments yet. Be the first to share a thought.
Leave a comment