Eine Fabel ist eine kurze Geschichte, in der meist Tiere die Hauptrollen spielen und die eine moralische Lehre vermittelt. Die Tiere verhalten sich dabei nach erkennbaren menschlichen Mustern.
Äsops Fabeln prägten im Westen das Bild: der Fuchs und die Trauben, die Schildkröte und der Hase, die Ameise und die Grille. Die Erzählungen sind kurz, die Charaktere einfach gezeichnet, und die Moral wird oft am Ende explizit genannt. Ähnliche Traditionen existieren in vielen Kulturen. Da die Figuren Tiere sind, können die Geschichten menschliches Verhalten auf subtile und charmante Weise kritisieren, was den belehrenden Charakter abmildert.
Fabeln unterscheiden sich von Märchen und Mythen durch ihre Kürze und ihre klare ethische Botschaft. Sie zählen zu den ältesten literarischen Formen, die zur Kindererziehung eingesetzt wurden, und unterhalten und belehren auch heute noch Erwachsene. Moderne Autoren adaptieren die Form gelegentlich für politische oder satirische Zwecke, wobei sie die sprechenden Tiere und den pointierten Schluss beibehalten.
Eine kompakte Erzählung, in der Tiere eine menschliche Moralvorstellung verkörpern, ist eine Fabel.
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