Ein Trittbrettfahrer profitiert von etwas, ohne dafür zu bezahlen. Das klassische Beispiel ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Jeder kann fernsehen, aber nur einige spenden. Wenn zu viele Menschen die Dienste unentgeltlich nutzen, bricht das System zusammen. Das Problem tritt immer dann auf, wenn ein Gut nicht ausschließbar ist, also man die Nutzung nicht ohne Weiteres verhindern kann.
Trittbrettfahrertum ist ein Problem kollektiven Handelns. Jeder Einzelne hat ein Interesse daran, andere zahlen zu lassen. Wenn alle so denken, wird das Gemeinwohl unzureichend oder gar nicht gewährleistet. Landesverteidigung, saubere Luft und öffentliche Parks sind alle von diesem Problem betroffen. Ebenso kleine Gruppen, wie beispielsweise Teamprojekte, bei denen ein Mitglied keinen Beitrag leistet.
Lösungsansätze umfassen Steuern, Pflichtgebühren und sozialen Druck. Regierungen stellen öffentliche Güter oft direkt bereit, weil der Markt diese nicht ausreichend nachfragt. In kleineren Gruppen können Kontrolle und gemeinsame Normen Trittbrettfahrerverhalten reduzieren. Das Problem lässt sich nie vollständig lösen, sondern nur bewältigen.
Beispiele
- Spenden an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
- Gewerkschaftliche Vertretung ohne Mitgliedsbeiträge
- Gruppenprojekte mit Nicht-Mitwirkenden
- Nationale Verteidigung
- Saubere Luft und Wasser
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